Nach-Rüstzeit-Depression

2008 August 23
by joehannes

Da bin ich wieder,

Das war schon ne richtig geniale Rüstzeit: meine wahrscheinlich letzte Sommer-Rüstzeit mit der EJA (Evangelische Jugendarbeit in Kamenz) war in Frankreich auf dem Campingplatz Le Pin Sec in der Nähe von Bordeaux. Das war so schön, dass ich jetzt mal wieder die typische und schon seit Jahren vermisste Nach-der-Rüstzeit-Depression habe. In Prinzip ist es keine wirkliche Depression, aber nach so einer ereignis- und gotteserlebnisreichen Zeit, ist es besonders schwer wieder in den manchmal so tristen Alltag zu finden. Die Menschen fehlen, mit denen man so viel Spaß hatte. Nur einer, der bei der Rüstzeit dabei war, ist auch mit mir gekommen – und das ist Gott. Doch zu dem fehlt der Kontakt zu sehr, weil ich versuche, die intensive Nähe der Rüstzeit fortzusetzen. An sich ist das weder schlecht noch verkehrt, aber es gelingt einfach nicht so, wie ich es gern wünsche. Momentan versuche ich das mit christlichem Radio zu kompensieren.

Es ist so wie in dem Lied, dass wir auf der Rüste öfter gesungen haben:

Dein Wind ergreift mein Segel, zieht mich aufs offene Meer. Ich spüre, dass ich schwebe, du kommst mir immer näher. Doch bist du nicht zu fassen, ich spür nur deinen Blick. Und seh ich dich verblassen, will ich zu dir zurück. Bin ich dir fern, bist du mir nah, ich bin mir sicher, du bist da. („Ich laufe, ich falle“ – Jakob Friedrichs und Volker Schmidt-Bäumler)

Düne

Trotzdem bin ich grade dankbar, diese geniale Zeit erlebt zu haben!

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